Framus

In Ihrem neuen Vintage Programm stellt  die Firma Framus neben der Hollywood und AZ 10 auch die Replikas der Billy Lorento (UVP 1649.-EUR) und des Bill Wyman Stones Basses (UVP 1699.-EUR) aus fernöstlicher Produktion vor. Beide sind aufwendig gefertigt, detailgetreu dem Original nachempfunden und ideal für Spieler, welche die Vintage-Optik und problemlose Alltagstauglichkeit suchen.
Die „ echte“ Alternative verfügt bei guter Wartung ebenso über bühnentaugliche Qualitäten, bietet darüber hinaus jedoch das exclusive „Vintage-Feeling“ mit dem typischen Sound, dem „aged look“ und dem „smell“ , den nur Originale verströmen und dabei ihre individuelle „history“ bei jedem gespielten Ton lebendig werden lassen – allein der Anblick eines Vintage-Instruments und das anschließende haptische Erlebnis beim Anspielen assoziiert „moments of yesterday“ wie eine Zeitmaschine, die den Vintage-Fan in die Beat-/Rock`nRoll- oder Bigband-Ära der 50er und 60er Jahre zurückbeamt…glücklicherweise im Gegensatz zu den amerikanischen Schwestern momentan noch zu erschwinglichen Preisen…solange der Vorrat  reicht.
 
 
Framus Billy Lorento 5/120
…auch ohne Label bräuchte sie sich vor dem gestrengen Herrn Müller nicht zu verstecken – ein schönes und komplettes Exemplar der allerersten Serie – in den ganz frühen 50ern vertraute man noch auf die Kraft der eigenen Statur ohne stabilisierende Korsettstange – so kommt diese Lorento-Braut ohne verstellbaren Stab im Hals aus, er ist auch etwas fleischiger als die späteren Stilettos und liegt daher satt in der Greifhand, das shaded brown  steht ihrem Body gut und befeuert enorm den Vintage – Look. Wer zwecks lautem Spiel mit seiner Klinke ungestüm in ihre Öffnung im Mischpult eindringen, will hat Pech gehabt – brauchst du Adapter, Alter, ist zu eng für deinen Stecker – ist dieses Problem gelöst belohnt sie dich mit lovely sweet tone oder auch mit heavy metallischem Lustgeschrei, je nach dem wie Du sie mit Deinem Spiel an ihren Cremeknöpfen stimulierst…die frühe Snakehead-Kopfplatte mit den drei Sternen wird von „Gagalithwellen“ mit Schmetterlingsflügeln geschmückt…also nix wie los und Adapter besorgen, meinen kriegst Du nicht…
 
   
 
Framus Billy Lorento 5/120 61H Serial No. 28312
„tested by Muller“ (the one and lonely…) sunburst Black Rose Finish
Diese frühe 60er Jahre Variante trägt den “Framus-Mixer” (Mischpult 0/50) mit einem Pickup(white) mit weißen Knöpfen auf schwarzer Montageplatte mit Klinkeneingang; der Hals endet in der schmalen Snakehead-Kopfplatte mit Galalithwellen mit Split-Parallelogramm-Perlmutteinlagen. Sechs gekapselte Einzelmechaniken mit Schmetterlingsflügeln sorgen für gute Stimmung, die dreieckige Messingabdeckplatte verbirgt die Stellmutter des Stahlstabs, der für die nötige Stabilität des Halses (one-piece mahagony mit angeschäftetem Kopf) sorgt.
Laut Framus-Prospekt aus der Zeit bevorzugten „ führende Solisten der ganzen Welt dieses Modell wegen der luxuriösen Ausstattung, der leichten Spielbarkeit und der hervorragenden Toneigenschaften“…in der Tat sind die verwendeten Hölzer (bei diesen frühen Modellen solid spruce tops und solid flamed maple backs) nicht mit den laminierten Fernostneuauflagen zu vergleichen… die üblichen Dings und Dongs als Zeugnisse eines turbulenten Gitarrenlebens sind im Preis inbegriffen.
Neupreis 1961 DM 450.-
   
Framus Billy Lorento 5/120
Diese Black Beauty erscheint inkognito on stage ohne Label  und  Seriennummer…ein weiteres Geheimnis dieser sehr frühen 50er Jahre - Variante mit der allerersten Version des Framus-Mixers  mit zwei Pickups unterhalb der Montageplatte und schokofarbenen Knöpfen ist das ungeklärte Schicksal des kompletten ursprünglichen Halses, allerdings dürfte der Vorfall juristisch längst verjährt sein…der professionell eingesetzte jetzige Hals mit Dot – Einlagen , nach hinten abgewinkelter Kopfplatte in Paddelform und schlichtem Logo wurde häufiger in den 70er Jahren gesichtet… steht dem Instrument aber wegen seiner Stabilität heischenden Bauweise in Schichtholz, die sich unter dem schwarzen Lack verbirgt, sowohl praktisch als auch stylish gut zu Gesicht.
Die Klinkenbuchse im Urtyp aller Framusmixer ermöglicht problemloses Einstöpseln und anschließendes Schalten und Walten an den Knöpfen zwecks Klangoptimierung.
Beim Neck-Reset wurde ein formidabler Neigungswinkel für ordentlich Druck gewählt, der sein Pendant in einem 30mm hohen Rollensteg findet. Die F – Löcher verströmen dezent den Vintage-Smell, welcher von den ambitionierten Archtop-Liebhabern geschätzt wird.
Mr. Man in Black Cash would have liked this guitar!           
                                                                                                                                              
   
Billy Lorento 5/120 Serial No 47982 natürlich tested by M…
Blond suggeriert zunächst despektierliche Bemerkungen gegenüber weiblichen Wesen gleicher Haarfarbe, die aber bei diesem Instrument in der naturbelassenen Version noch weit weniger zulässig sind, wurden doch nur die Exemplare mit den schönsten Hölzern und Oberflächenstrukturen mit einem farblosen Schutzlack versehen um so den optischen Genuss beim Betrachten zu garantieren,
blonds really have more fun !
An diesem Exemplar stimmt einfach alles; die feine Fichtendecke harmoniert mit dem edlen Birdseye Maple des Bodens (ähnlich wie  bei den frühen Hofner Committees), der schlanke Hals garantiert Spielfreude und das schwarze 0/52 Mischpult mit zwei Pickups eröffnet die gewünschte Klangvielfalt.
Billy Lorentos in blond und in diesem makellosen Zustand sind ultrarar, auch die Replikate aus Fernost werden nur in sunburst oder black angeboten.
   
Billy Lorento Serial no. 10460; 60 B …danke, Herr Muller,
diese ungewöhnliche Version wurde seines ursprünglichen Mischpults beraubt und – nicht zu seinem Nachteil – für den musikalischen Einsatz „customized“… ob es Framus selbst, ein Gitarrenbauer oder ein versierter Hobbyschrauber war, wird die Nachwelt wohl nicht mehr erfahren…
Der Framus Rollensteg wurde gegen einen solchen aus Ebenholz mit komplett auf der Decke aufliegendem Unterteil amerikanischer Herkunft (die mit dem G…) getauscht, was dem akustischen Klang absolut förderlich ist, ein verchromter floating Pickup namens Framus Electra mit Halsmontage sorgt für elektrische Verstärkung und ein Endpin-Jack ermöglicht die Kabelverbindung zum Saft und Kraft spendenden Amp.
Ein schwarzes Schlagbrett im L5 –Stil mit fancy inlays wie in den Kopfplatten der Top-of-the-line Höfner Archtops aus der Zeit rundet  den Eindruck eines harmonisch gelungenen Designs optisch ab…so sieht eine Archtop aus.
   
Billy Lorento 5/120 Serial No. 47931; 61 L
und ohne Chance Herrn Mullers Testeifer zu entwischen…
Dieses Exemplar ziert eine nachträglich getauschte Montageplatte mit einem schwarzen Star Pickup mit sechs verstellbaren Pole-Pieces (poor man`s Dearmond Superchief) sowie einem Volumenpoti und einem Dreifachklangregler; zur elektrischen Beatmung steht eine Din-Buchse bereit, die Klinkensteckern das Eindringen verwehrt und mit einem Adapter zu versehen wäre.
Ansonsten hat das Instrument die üblichen Features, die einer Billy Lorento aus den 60ern gut zu Gesicht stehen - bis auf einen Steg der Firma Höfner, wie diese ihn auf ihre Topmodelle montierte. Der schwarz lackierte Hals endet in der Kopfplatte im Paddel-Look und ist mit gekapselten Einzelmechaniken mit Schmetterlingsflügeln bestückt.
„das führende Solisteninstrument des Kontinents mit elegant niedrigem Corpus“ so steht es bescheiden im 59er Prospekt .   
 
   
Framus 0/5 Electra Hawaii-Gitarre…
aloha, ob Herr Muller dieses Modell womöglich unter Palmen am Strand von Honolulu getestet hat sei einmal dahingestellt,
„die Framus Elektra hat sich durch ihre hervorragende Qualität schon tausendfach bewährt und ebenso viele Freunde erworben.“ Die Beschreibung „sehr elegante und handliche Ausführung“ ist absolut zutreffend, denn die Electra ist aufgrund der Halsform die einzige dieser Kategorie, die man nicht nur liegend , sondern auch wie eine normale Gitarre cool am Gurt umgehängt spielen kann – mit ihren Soundmöglichkeiten empfehlenswert oder auch als abgefahrenes Designobjekt auf dem postmodern gestylten teuren Sideboard…
   
Grand Star 5/125
undercover without any label am gestrengen Muller vorbeigemogelt... braun schattiert (oder tobacco sunburst für den weltgewandten Musikus) und ein sehr frühes 50er Jahre Exemplar mit Galalithwellen, Mischpult der ersten Serie, extremem Halswinkel und zugehörigem 30mm Steg der früheren Bauart ohne einzeln verstellbare Saitenreiter.
Die fehlenden Regler/Potiknopf können vom stolzen Neubesitzer selbst ausgesucht und montiert werden. Mr. Gruhn würde in der Inhand Description nach meiner Erfahrung mit seinen Inventory-lists von „lots of character“ sprechen und  das Exemplar vom Gesamteindruck mit „very good +“ benoten. Diese Gitarre verstaubte nicht in einer anonymen Sammlervitrine, sondern hat sicher ein bewegtes Instrumentenleben hinter sich gebracht und hätte sicher kurzweilige Schmankerl zu erzählen, wenn die F-Löcher denn auch sprechen könnten, sie will gespielt werden und ist für den Sammler eher zweite Wahl.
… a good and reliable players item.
   
Grand Star 5/125 Serial No. 52098; 61 M
und Muller hat wieder getestet…
In schwarz sieht sie einfach supercool aus, glänzender Klavierlack korrespondiert prächtig mit der chromglitzernden Hardware; alles original gut erhalten und unverbastelt, gut ausgestattet mit Einzelmechaniken und dem 0/52 Mischpult mit schwarzen Reglern und Potiknopf – mit diesem Exemplar ist man bei allen musikalischen Events sehr gut angezogen.
Man stelle sich eine Musik - Kapelle(!) in einem Ballsaal anfangs der 60er vor, elegant gekleidete Herren bewegen ebensolche Damen in rauschenden Roben übers Parkett und der Sologitarrist brilliert auf seiner schwarz glänzenden Grand Star, assistiert vom Framus Star-Bass-Bassist sowie einer immer schwarzen Hoyer Herr im Frack, die der Rhythmusgitarrist intoniert und das ganze abgerundet vom dezenten Beseneinsatz des Drummers…herrlich!
   
Framus 5/149 Star Bass single Pickup Serial No.39546; 65 I
and not tested by M….
„Bill Wyman von den Stones spielt und empfiehlt Framus“, jetzt weisse Bescheid, Schätzelein!
„Durch den Framus-Star Bass wird der langersehnte Wunsch vieler Bassisten und Gitarristen erfüllt, ein Instrument zu bekommen, welches den Basston hat und die technischen Möglichkeiten der Gitarre besitzt…und die Klangvariationen aller Tonfarben geben jedem Ensemble die Möglichkeit, bisher unrerreichte Solo- und Rhythmuseffekte zu erzielen“. Damit ist der Besitz eines solchen Modells für den über den Tellerrand schauenden Gitarristen absolut zwingend vorgegeben – und mit der Neuauflage in der Fernost-Vintage-Serie (für UVP 1699.-EUR) auch möglich. 
Dieses Original erblickte im Herbst 1965 das Licht der Welt und ist mit der pflegeleichten Single-Pickup-Version bühnentauglich und sofort einsetzbar. Der superschlanke Hals in Verbindung mit der kurzen Mensur werden jeden Gitarristen, der sich irgendwann mal als Aushilfe mit einem Jazz-Bass in den ersten Lagen quälen musste, entzücken und zum Bassspiel motivieren…I can get (no) satisfaction.
 
   
Star Bass 5/150 Serial No. 56417;60 I
… jawohl, der ist tested by M.! 
Die allerersten Versionen hatten noch das frei schwebende Mischpult statt auf der Decke montierter Tonabnehmer, einen sharp Cutaway und speziell geformte F–Löcher; auch unterschieden sie sich in der Kopfplattenform sowie in den aufwändigeren Einlagen von den späteren Modellen.
Ein weiterer wesentlicher Unterschied ist der eingeleimte Hals, der gegenüber den darauf folgenden Modellen mit Schraubhals einen – subjektiv empfundenen –„bassigeren“ Ton mit mehr Sustain ermöglicht.
Dieses Instrument ist mit dem Mischpult mit zwei Pickups ausgestattet.
1960 kostete das Vergnügen die tiefen Töne zu spielen 420.-DM.
   

 

Framus Texan 12 Serial No. 75097
and no Test by …
Einmal wie seinerzeit die Byrds in den 60ern den schwebenden und sirrenden 12-Ton-Sound intonieren und Mr. Tambourine Man ins Wohnzimmer holen – nichts leichter als das mit diesem Instrument mit einem schön gewölbten Boden und Schraubhals, was ein individuelles Einstellen der Saitenlage in Verbindung mit dem verstellbaren Steg möglich macht.
Plektrum in die Hand und „Turn, turn, turn…“
   

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